Frühling

Du bist hier: Start » Husky- Fun » Husky- Tagebuch » Frühling

Husky- Tagebuch 2024

Tag 75 – Waldwanderung im neuen Licht
Heute war der Wald anders. Nicht mehr verschneit, nicht mehr still , sondern lebendig. Die Bäume trugen Knospen, der Boden war weich, und überall roch es nach Wachstum. Ich bin vorausgelaufen, mein Mensch hinterher, mit einem Lächeln, das sagte: „Du kennst den Weg.“

Ich habe geschnüffelt, gegraben, gelauscht. Die Vögel sangen, die Insekten summten, und ich fühlte mich wie ein Entdecker in einem Land, das ich zwar kannte, aber neu erleben durfte. Mein Fell war warm, mein Herz leicht. Der Frühling ist nicht so unberechenbar wie der Winter – er bringt mir viel neue Lebensenergie.

Tag 78 – Neue tierische Begegnung
Heute habe ich jemanden getroffen, den ich noch nie gesehen habe: ein Igel. Klein, stachelig und vorsichtig. Ich habe mich langsam genähert, neugierig, aber respektvoll. Er hat sich eingerollt, und ich habe gewartet.

Mein Mensch hat gesagt: „Lass ihn in Ruhe.“ Ich habe genickt – innerlich. Der Igel hat mich beobachtet, dann ist er weitergetapst, als hätte er verstanden, dass ich kein Feind bin. Nur ein neugieriger Husky mit einem großen Herzen.

Ich habe ihn nicht verfolgt. Ich habe ihn begleitet – ein paar Schritte, still und achtsam. Dann bin ich abgebogen. Manche Begegnungen sind kurz, aber sie bleiben mir in Erinnerung.


Tag 80 – Die Schmetterlingsjagd
Heute war es warm. Die Sonne stand hoch, und plötzlich war er da: ein Schmetterling. Gelb, flatternd, frech. Ich habe ihn gesehen, und mein innerer Welpe hat übernommen.

Ich bin gehüpft, gerannt und habe mich hin und her gedreht. Der Schmetterling war schneller, eleganter und unberechenbar. Ich habe gebellt – nicht aus Frust, sondern aus Freude. Mein Mensch hat gelacht, und ich habe weitergejagt, bis ich müde war.

Am Ende hat sich der Schmetterling auf meine Nase gesetzt. Ganz kurz. Ich habe still gehalten. Dann ist er weitergeflogen – und ich habe ihm nachgesehen, mit einem Gefühl, das ich nicht ganz beschreiben kann. Vielleicht war es Glück. Vielleicht war es der Frühling.

Tag 85 – Der erste Sommertag
Heute war die Luft besonders warm, angenehm und voller Düfte. Mein Mensch hat gesagt: „Es ist schon bald Sommer.“ Ich habe es gespürt – in meinen Pfoten, in meinem Fell, in der Art, wie die Welt sich dehnte und glänzte.

Ich bin früh raus, habe mich auf den kühlen Boden gelegt und die Sonne auf meinem Rücken genossen. Kein Schnee, kein Regen – nur warmes Licht. Ich habe mich gestreckt, gegähnt und geschnuppert. Die Welt war ruhiger, aber nicht langweilig - einfach nur nur zufrieden.

Tag 88 – Bad im See
Heute sind wir zum großen See gefahren. Mein Mensch hatte eine Tasche dabei, ich hatte Vorfreude im Herzen. Der See war ruhig, spiegelte den Himmel, und ich bin sofort hineingesprungen.

Das Wasser war kühl, aber nicht kalt. Ich bin geschwommen, getaucht und habe Blasen gejagt. Mein Mensch hat am Ufer gesessen und gelächelt. Ich habe mich geschüttelt – direkt neben ihm. Er hat „Danke“ gesagt. Ich glaube, er meinte es ironisch. Ich habe es trotzdem ernst genommen.

Nach dem Bad habe ich mich in die Sonne gelegt, das Fell war nass, aber schnell wieder trocken. Der See ist mein Sommer-Schnee.

Tag 90 – Picknick mit meinem Menschenfreund
Heute war Picknicktag. Mein Mensch hat eine Decke ausgebreitet, eine Kanne Tee, ein paar Brote, ein Apfel. Ich habe mich daneben gesetzt, nicht bettelnd – nur begleitend. Er hat mir ein Stück Käse gegeben. Ich habe es gewürdigt.

Wir haben gemeinsam in den Himmel geschaut, die Vögel beobachtet, dem Wind gelauscht. Keine Worte, nur Nähe. Ich habe meinen Kopf auf seinen Fuß gelegt. Er hat mich gestreichelt. Es war still, warm und vollkommen.

Ich bin kein Welpe mehr. Ich bin Husky. Wild, treu und frei. Aber in solchen Momenten bin ich einfach nur da.